Der Verlust eines geliebten Menschen bringt leider auch formelle Pflichten mit sich,
wie zum Beispiel die Beantragung der Hinterbliebenenrente.

Für Witwen und Waisen aus der Arbeiter- und Angestelltenversicherung gilt:

Der Antrag sollte umgehend an den Rentensachbearbeiter
der Stadt- bzw. der Gemeindeverwaltung gerichtet werden.

Wenn der Verstorbene noch keine Rente bezogen hat sind einzureichen:

- eine Sterbeurkunde (gebührenfrei)
- eine Heiratsurkunde, die nach dem Todestag neu ausgestellt wird (gebührenfrei)
War die Eheschließung außerhalb der BRD genügt eine alte Heiratsurkunde
- Geburtsurkunden der Kinder, wenn Waisenrente beantragt wird
- Die laufende Versicherungskarte, alle Aufrechnungsbescheinigungen,
Nachweise über Arbeitslosigkeit, Krankheitszeiten,
Militärdienst und Kriegsgefangenschaft

Wenn der Verstorbene bereits eine Rente bezogen hat, sind einzureichen:

Die gleichen Unterlagen wie oben genannt,
anstelle der aufgeführten Versicherungsunterlagen allerdings
Rentenbescheide des Verstorbenen, auch aus Kriegsversehrten- oder Unfallrente,
gegebenenfalls auch Rentenbescheide der Witwen und Waisen.

Desweiteren ist es möglich, Vorschussauszahlung
für die Witwe / den Witwer zu beantragen (Sterbevierteljahr):

Diese können innerhalb eines Monats nach dem Tod,
bei der Rentenstelle in der Gemeinde- oder Stadtverwaltung beantragt werden.
Das "Sterbevierteljahr" bedeutet eine Rentenzahlung in voller Höhe der letzten drei Monate
und wird bei der Rentenrechnungsstelle in Augsburg beantragt.
Der Rentenantrag selbst wird beim Rentenversicherungsträger eingereicht.
Hierfür müssen eine Sterbeurkunde (gebührenfrei)
und der Personalausweis eingereicht werden.
Die Rente wird dann in bisheriger Höhe für ein Vierteljahr im Voraus bezahlt,
wobei der eigentliche Rentenantrag zusätzlich ebenfalls gestellt werden muss.


Auf Wunsch unterstützen wir sie bei sämtlichen formellen Angelegenheiten.

Wir beraten Sie.